Sonntag, 20. Januar 2008

Integration als Chance?

Völkerwanderung hat es immer über Jahrhunderte hinweg gegeben. Die Menschen sind immer auf der Suche nach neuem Horizont und in der Hoffnung auf bessere Perspektiven. Ihr Wille nach Freiheit und Entfaltung dient als großer Antrieb für ihre Entscheidungen, sich woanders zu versuchen. Dieser Schritt ist eine große Herausforderung und eine Belastung solange dies nicht erfolgt ist. Manche Entscheidungen, die gefällt werden, orientieren sich an dem Grund. Der Freiheitswille prägt jeden von uns mehr oder weniger. Ebenfalls bedarf es zu solch einer Entscheidung vielen Mutes. Denn es werden familiäre Netze oft beeinträchtigt und viel Geld ausgegeben, das man hätte anderweitig noch vor Ort verwenden können. Durch dieses Abenteuer überwiegt der Optimismus und man will lieber nicht die Risiken einschätzen. Der Wunsch nach subjektiven, neuen Herausforderungen stellt sich ein, wenn man in seinem Umfeld vielleicht das Gefühl hat nicht mehr voranzukommen wegen sozialer Probleme oder Verunsicherungen. Also ist man dann häufig motiviert genug ein neues Umfeld zu suchen. Das Bild, das man sich macht, ist oft: „Dort wird alles bestimmt viel besser sein, egal wie, es muss bestimmt besser sein.“
Es wird anfangs ein Selbstoptimismus verbreitet. Man neigt auch dazu sich im Vorfeld seiner neuen Ziele mehr Chancen einzuräumen, um nicht mit den unbekannten Risiken konfrontiert werden zu müssen. Bei realistischer Betrachtung kommt man jedoch um die Erkenntnis nicht herum, dass jede Chance auch gleichzeitig ein Risiko in sich birgt.

Aber gelingt die Einwanderung, dann kommen neue Probleme und weitere Erwartungen. Die Entfernung zum Ursprungsland wird deutlicher, die Wahrnehmung des neuen Umfeldes mit seinen Gegebenheiten ist vielleicht nicht leicht. Im neuen Umfeld gibt es z.B. Sprachbarrieren, die man überwindet oder man kommt irgendwann zu Vereinsamung.

Für viele liegt das Problem im Aufbau neuer sozialen Kontakten, die Schaffung neuer Freundeskreise in der neuen Heimat.
Wem sollte man vertrauen? Was vermisst man? Und wie sind die Ansprüche in die neue Heimat? Das sind Fragen über Fragen die die Menschen berühren und eine Richtung angeben, wie sie sich verhalten könnten.

In der Regel werden die ersten Beziehungen im neuen Land mit Menschen eingegangen, die aus demselben Kulturkreis stammen. Denn mit denen hat man eine gemeinsame Affinität. Dann erweitert man die Suche nach Personen mit gleichen Interessen, Problemen und Erfahrungen, Berufen, sozialen Engagement, etc.
In dem Moment kommen die Öffnung und die Schaffung von neuen Netzen wieder.
Alle diese Varianten haben eins gemeinsam: sie stärken die Kommunikation und den Kontakt. Denn jeder Versuch in Dialog mit anderen zu kommen, schafft eine Vertrauensbasis und bringt einem zu weiteren Erkenntnissen. Das Individuum kann sich nur entfalten, wenn es in der Gesellschaft akzeptiert wird, wenn es sich mit seiner Kultur auseinandersetzt und seine Identität bewahrt.
In der Tat fördert und prägt eine gut funktionierende Form des Zusammenlebens, die viele Aspekte der anderen Kulturen beinhaltet, eine Öffnung der Vielfalt zur Bereicherung der Gesellschaft.

Fazit: Jeder ist seinem Schicksal selbst überlassen. Jeder sollte seine eigene Erfahrung machen und im Nachhinein Bilanz ziehen.
Wenn nun der Prozess des Aufenthalts im neuen Land in Gang gekommen ist, tauchen jedenfalls neue Probleme auf, da man jetzt mehr oder weniger auf neue Beziehungen angewiesen ist. Es gibt meist neue Lebensziele und Erwartungen. Man spürt die Distanz zum Heimatland. Es fehlt meist vieles, was dort als selbstverständlich galt und oft über Jahre hinweg aufgebaut wurde. Ansprüche, die befriedigt werden sollen erfordern ein hohes Maß an Kooperation mit anderen. Wem kann man vertrauen und wem nicht? Auf wen ist Verlass? Wie baut man Kontakte im neuen Umfeld auf? Gibt es Verständigungsprobleme aufgrund verschiedener Sprachen?
Vor allem soll alles zügig geschehen. Der Erfolgsdruck wächst meist enorm.
Diese Vertrauensproblematik ist nicht leicht zu lösen. Es entsteht eine Affinität, um von der Vereinsamung weg zu kommen. Erster Ausweg ist der Kontakt mit denen, die
1. die gleiche Sprache sprechen.
2. Die Suche nach Leuten mit gleichen Interessen.
3. Die Suche nach Leuten, die offenen Ohren für meine Probleme haben.
4. Die Suche nach Instanzen oder Stellen, wo man Informationen einholen kann.
5. Die Suche nach Menschen, die in gleichen Situationen waren und sie bereits gemeistert haben.
Alle diese Varianten zeigen, wie vielfältig und wichtig das Bedürfnis nach Kommunikation mit anderen ist. Je nach dem, wie und wo man Antwort auf seine Wünsche und Fragen bekommt, neigt man dazu dort zu bleiben. Dort findet man Wärme, Unterstützung und Geborgenheit in einer zunächst fremden Umwelt.
Also wäre der Bereich, wo man sich wohl fühlt auch gleichzeitig der Ort für den man mitverantwortlich ist. Im Dialog mit denjenigen, die den neuen Fremden verstehen, entwickelt sich eine gewisse Vertrautheit. Nun kann es passieren, je näher dieser Mensch mit seinem Einfühlungsvermögen und seiner sozialen Intelligenz die Vorzüge der vertrauten Gruppe oder Einzelpersonen erkennt, sich eine Identität entwickelt, ja sich gewissermaßen ein Stück Kultur prägt im Sinne von gemeinsamen Werten, die dort gepflegt werden. Das kann dann dazu führen, dass man diejenigen, die nicht dazu gehören auch ganz anders beurteilt. Daher die Gefahr einer Autarkie im weitesten Sinn des Wortes. Das Individuum in der Gesellschaft sollte an den verschiedenen Formen des Zusammenlebens teilhaben, sich einbringen und letztendlich damit identifizieren können. Das Individuum profitiert von dem Ganzen, gibt aber auch wieder etwas zurück an die Gesellschaft. Es liegt an ihr es anzunehmen oder nicht. Dieses wechselseitige Geben und Nehmen stärkt die Akteure und bringt Dynamik in die Gesellschaft. Ein solcher Rahmen ist offen für die Kreativität des Einzelnen. Er sollte frei von Dogmen sein. Wenn man selbst dazu beiträgt, wird die Basis für Toleranz und Akzeptanz des Anderen geschaffen.
Es ist in der Tat eine Forderung für eine gut funktionierende soziale Sicherheit, damit der Eindruck auf Verlässlichkeit entstehen kann. Sicherlich ist ein Staat nicht in der Lage auf die Probleme des Einzelnen einzugehen. Wenn sich aber herausstellt, dass es ein Problem vieler ist, dann sollte der Staat handeln und eine schnelle Lösung bieten können. Gerade die zurzeit viel diskutierte Jugendkriminalität kann nur ein schlechtes oder eigentlich gar kein Wahlkampfthema sein. Gewalt ist immer schlecht.
Das wissen alle, unabhängig von ihrer Partei. Es muss immer wieder das Ziel sein schon bei der Erziehung der Kinder im Kindergartenalter zu beginnen darauf zu achten, andere mit Respekt und Rücksicht zu behandeln, was natürlich nur gut gelingen kann, wenn das Elternhaus mitzieht. Die urmenschlichen Eigenschaften, die uns von der Evolution her in die Wiege gelegt wurden, müssen dabei nicht in irgendeiner Form angegriffen werden.

Andre Ekama

Dienstag, 1. Januar 2008

Sonntag, 30. Dezember 2007

Interkulturelles Training zur Deutsch-Frankophonischen Bruecke





Interkulturelles Training zur
Deutsch-Frankophonischen Bruecke








Wir bieten hochwertige und zielorientierte Seminare für Gruppen auf alle Mitarbeiterebenen sowie für Selbständige mit folgenden Schwerpunkten:


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Lesung mit offener Debatte zum Thema Integration und Kultur

Eventankuendigung

19.01.2008

Eventtitel
Lesung mit offener Debatte zum Thema Integration und Kultur
Wo:
Kaffee Wacker,Frankfurt a.M.


Eventbeschreibung:
Lesung mit offener Debatte zum Thema Integration und Kultur am 19.01.2008 im Cafe Wacker, Mittelweg 47, 60318 Frankfurt am Main.

Zu Gast:

Der Lyriker und Schriftsteller André Ekama, bester afrikanischer Autor 2007

Eintritt: 8 EUR

Anfahrt:Vom Hauptwache die U1, U2, U3 Richtung Gonzenheim, Ginnheim, Eschersheimer Tor aussteigen, Seite Oeder Weg. Der Cafe Wacker befindet sich an einer rechten Strasse der Oeder Weg (dritte oder vierte rechts).

Lesung mit offener Debatte zum Thema Integration und Kultur

Ich moechte Sie aufmerksam machen ueber folgenden Event in Frankfurt am Main.

Eventbeschreibung:
Lesung mit offener Debatte zum Thema Integration und Kultur am 19.01.2008 im
Cafe Wacker, Mittelweg 47, 60318 Frankfurt am Main.

Zu Gast: Der Lyriker und Schriftsteller Andre Ekama, bester afrikanischer Autor 2007.

Die "Deutsch-Francophonische Bruecke" ist wie ihr Name sagt, eine Bruecke zu einer Multikulturellen Gesellschaft, wie es heute hier ist.Im Rahmen der Globalisierung sind wir als Mitbuerger gefordert mehr Flexibilitaet zu leisten und mit auslaendischen Partnern zu arbeiten. Oftmals, scheitert die Zusammenarbeit an Mangel an Kenntnisse ueber die Kultur der anderen. Wir wollen eine Plattform der Begegnung schaffen indem wir den persoenlichen Kontakt foerdern, wo jeder ueber seine Vorstellung der Integration und Kultur offen sprechen kann in einer netten Runde. Daher ist diese Veranstaltung um so wichtig.
Preis: 8 Eur

Anfahrt:Vom Hauptwache die U1, U2, U3 Richtung Gonzenheim, Ginnheim, Eschersheimer Tor aussteigen, Seite Oeder Weg. Der Cafe Wacker befindet sich an einer rechten Strasse der Oeder Weg (dritte oder vierte rechts).